Wie die Studienprogrammleitung (SPL) Politikwissenschaft an der Uni Wien in ihrem letzten Newsletter mitteilte, können Lehrende am Institut für Politikwissenschaft (ipw) ab dem Wintersemester 2018/19 die Plagiatssoftware „Turnitin“ in ihren Lehrveranstaltungen verwenden, um abgegebene Arbeiten der Studenten auf Plagiate zu überprüfen. „Turnitin“ speichert die hochgeladenen Dateien und durchsucht anschließend das Internet nach ähnlichen Formulierungen.

Das Institut teilt hierzu auf seiner Webseite mit:

„Ab dem WS 2018 wird in LV eine Plagiatssoftware (‚Turnitin‘) zum Einsatz kommen, die Lehrende und Studierende bei der Aufdeckung von Plagiaten oder für andere Lernzwecke unterstützt. Studierende werden beim Hochladen von Arbeiten in Moodle um ihre Zustimmung zur Datenübertragung ersucht – ohne eine solche wird das Hochladen nicht möglich sein. Aus Datenschutzgründen wird empfohlen, in Fuß- oder Kopfzeilen keine persönlichen Informationen preiszugeben. Detailinformationen werden noch rechtzeitig bekannt gegeben.“

– http://politikwissenschaft.univie.ac.at/studium/informationen-fuer-studierende/

Studenten werden damit gezwungen sein, den Bestimmungen zuzustimmen um ihre Arbeiten im Rahmen einer Lehrveranstaltung abgeben zu können – ohne diese Zustimmung wird das Studium der Politikwissenschaft an der Uni Wien erschwert werden oder gar unmöglich sein. Auch empfiehlt das Institut, auf Informationen wie Namen oder Matrikelnummern in hochgeladenen Dokumenten zu verzichten, obwohl dies in der Praxis der wissenschaftlichen Arbeit eine Selbstverständlichkeit darstellt.

Der RFS POWI steht dem Einsatz dieser Technik – den viele Studenten als Generalverdacht empfinden – kritisch gegenüber: Neben datenschutz- und urheberrechtlichen Bedenken ist diese Form von Plagiatssoftware oft fehleranfällig und kann die fachliche Expertise eines kompetenten Lehrenden an der Universität nicht ersetzen.

Mehr zu „Turnitin“: http://www.spiegel.de/spiegel/unispiegel/d-149368594.html

 

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